Im Mai 2026 führt uns die Pfingstfahrt ins nördliche Zentralmassiv Frankreichs, was eine Fahrstrecke von 550 km und 6 stündiger Anfahrt bedeutet. Geplant sind Ausfahrten auf der Arroux von Autun bis zur Mündung in die Loire, an den anderen Tagen wird auf der Loire gepaddelt. 18 KanutInnen machten sich am 22. Mai auf den Weg. Auf dem Anhänger waren nicht nur drei Kanadier und sieben Kajaks, sondern auch das Aufenthaltszelt und das neue Küchenzelt. Im Bus wurden die Küchenutensilien, Proviant und das Gepäck der vier Busfahrer verladen.

Zunächst wurde der Campingplatz La Chevrette in Digoin angefahren, der direkt an der Loire liegt. Sofort wurde mit dem Aufbau des Gemeinschaftszelts und des Küchenzeltes begonnen. Danach wurden die privaten Zelte aufgebaut.


Am Samstag ging es nach Autum auf den den Arroux, der naturnah durch das Tal mäandert. Etwas mehr Wasser im Bach wäre gut gewesen. So musste man an Solschwellen des öfteren aussteigen und treideln. Bis Etang sur Arroux fuhr der Großteil der Gruppe, während einige schon am vorherigen Ort abbrachen. Beim Transfer wurden alle wieder eingeladen.

Am Abend kam die Truppe erschöpft am Campingplatz an, gegen 21 Uhr gab es dann Abendessen. Am Sonntag war die Einsatzstelle in Toulon, zuvor wurde ein PKW an der Aussatzstelle in Gueuguon zurück gelassen. Der Bach ist jetzt etwas breiter und die 14 km Strecke konnten bei sonnigen 30°C gepaddelt werden.


Am Pfingstmontag ging es direkt am Campingplatz los. Nachdem drei Fahrzeuge vorgestellt wurden, ging es auf die Loire, die an dieser Stelle ca. 25m breit ist. Nach ein paar Metern standen Kühe im Wasser und fraßen Wasserpflanzen, da es sich hier um Charolaisrinder handelte, waren die Kälber mit dabei.

Dann folgte die Arroux-Mündung, durch die weite naturnahe Ebene mäandert die Loire zügig, unterbrochen von gelegentlichen Schwallstrecken. An den Ufern ist wenig Bebauung zu sehen. So war unser Ausstieg nach 20km auf einer Sandbank, irgendwo im Nirgendwo.

Am Dienstag wurde die Loire von Artaix nach Bonnard gepaddelt. Die 15,3 km lange Strecke führte uns wieder durch die schönen Ebenen der Loire. Unterbrochen von den bis zu 200 m langen Schwallstrecken waren wir flott unterwegs, nach der Vesperpause, wie immer mit Brot, Wurst, Käse, saurer Gurke, Birne und einem Knoppers, ging es noch 3 km bis zur Aussatzstelle.

Dort wurde nach dem Tranfer die Boote verladen und fast alle fuhren zum Campingplatz. Dort wurde noch im Fluss gebadet. Fahrtenleiter Bernd suchte noch für den folgenden Tag einen verkürzten Einstieg. Leider waren die Zufahrtswege auf der Flussaußenseite immer mit hoher Abbruchkante.

So wurde entschieden für den Mittwoch bei Bonnard einzusteigen.


Natürlich darf bei einer Paddelfreizeit die touristische Seite nicht zu kurz kommen. Wenn man so viele Kilometer zurück legt, will man ja auch sehen, was das Land zu bieten hat. Digoin ist eine Stadt im Osten Frankreichs, die an der Mündung der Flüsse Arroux und Bourbince liegt, in der Nähe der Stelle, wo der Arroux in die Loire mündet. Die Stadt befindet sich an einem Knotenpunkt mehrerer Kanäle, darunter dem Canal du Centre und dem Canal lateral a la Loire.



Neidische Blicke kommen aus der Heimat, wenn man nicht dabei sein kann. Aber immerhin sind wir in Gedanken bei den PaddelkameradInnen, die bestimmt eine tolle Zeit haben.
Herzliche Grüße aus Bruchsal
Eure Brigitte